Montag, 2. Oktober 2017
Meine Erfahrungen
Die RA Real Estate GmbH biete über Ihre Tochtergesellschaft RA Real Estate Agency (UG) die Möglichkeit an, lukrative ZV-Objekte bereits vor dem ZV-Termin günstig zu erwerben.
Hier wird zunächst mit 50% des KP geworben, was wohl kaum erzielbar sein wird, da die Gläubigerbank bzw. der Schulder sich i.d.R. erst mit mind. 70 % des Verkehrswertes einverstanden erklären.
Im Telefonat wird von einer Grundgebühr von 2 % des Verkehrswertes erzählt und sogleich gesagt, dass man dies zurückerstattet bekommt, sobald man überboten wird. Auf Nachfrage wird das mehrmals bestätigt und weiter erläutert, die Fa. werde nur einen Vertragspartner haben. Die nett klingende Dame will dann unbedingt die Gebotsabgabe begleiten und das Gespräch aufnehmen. Hier fängt Sie dann offensichtlich an, einen Text vorzulesen (so jedenfalls mein Eindruck) und redet von interner Überbietung, wonach man bei Nichtabgabe eines weiteren Gebots das Geld zurück erhält. Diese Formulierung verwirrt. Auf Nachfrage, ob man die AGB auch in Ruhe lesen kann, bevor man das Gebot abgibt, vertröstet die Dame damit, dass man umgehend nach Gebotsabgabe die AGB per E-Mail erhält.
Nachdem ich völlig überrumpelt wurde und das Gebot abgab, konnte ich anschließend in einer ruhigen Minute die AGB lesen. Dort stand nunmehr nichts von Geld zurück bei Überbietung, sondern, dass die Grundgebühr ERFOLGSUNABHÄNGIG isT. Sogleich machte ich per Mail mein Angebot von der Bedingung abhängig, dass ich bei Überbietung vor oder iRd ZV die 2% Grundgebühr zurückerhalte. Dann rief mich die Dame gleich an und erzählte mir, ich hätte das falsch verstanden, aber mein Gebot sei jetzt schon abgegeben und bindend. Sie forderte mich zur Zahlung von rund 4000€ auf. Ohne auf meine - für den Vertrag wesentliche - Bedingung einzugehen, wurde das Angebot später per Mail angenommen. Nach Rücksprache mit meinem Anwalt sei daher kein Vertrag zustande gekommen und die Rechnung haltlos.

Mir wurde im Übrigen gesagt, dass ich umgehend benachrichtigt werde, sobald ein höheres Gebot eingeht. Nun sind ca. 2 Wochen vergangen und ich habe noch keine Rückmeldung erhalten. Das kann ich mir kaum vorstellen, da der Verkehrswert des Objekts 174.000€ betrug und ich lediglich 90.000€ geboten hatte. Nach ihrer Angabe sollte nur der Höchstbieter zur ZV begleitet werden und nur mit ihn sollte ein "Maklervertrag" zustande kommen.

Falls ihr ebenfalls auf diese Methoden reingefallen seid, meldet euch bitte. Ich habe die Vermutung, dass hier mehrere Grundgebühren kassiert werden, ohne die Bieter von höheren Geboten zu informieren.
Sollte das der Fall sein, handelt es sich um reinen Betrug.

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